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  Friedensbotschaften aus Beelitz-Heilstätten  
     
   
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  Wladimir Borisowitsch Amokow  
     
 

war von 1976 bis 1994 als Militärarzt der sowjetischen Streitkräfte in der DDR stationiert, sowohl in Beelitz-Heilstätten als auch in Jüterbog und Chemnitz.

W. B. Amokow war künstlerisch tätig. Er ist der Schöpfer der heute noch in den Heilstätten stehenden Betonskulptur des Sanitätsoffiziers, die am Eingang, vor dem Männersanatorium, zu Ehren der „Helden der Sowjetischen Union“ errichtet wurde. „Ewiger Ruhm den Helden und Gefallenen für die Freiheit und die Unabhängigkeit unserer Heimat“ lautet die Inschrift auf dem Sockel der fast 4 Meter hohen Statue. Eine zweite Skulptur, das Betonreflief "Mutter und Kind", welche sich heute im Bereich des Klinik- und Gesundheitsparks befindet, ist sehr wahrscheinlich ebenfalls eine Arbeit Amokows.

Künstlerisch hat sich Amokow vor allem mit Holzschnitzarbeiten aber auch mit Grafiken, Applikationen und Buchillustrationen sowie literarisch mit Kindergedichten, Märchen, Naturskizzen und Aphorismen auseinandergesetzt. Seine Arbeit als Volkskünstler ist durch den starken Bezug zu seiner Heimat Burjatien geprägt.

„Die Kunst der Sowjetunion ist reich an Phantasie und Realismus. In der Weite des Landes, im Bewusstsein der Menschen leben alte und neue Metaphern weiter. Künstlerische Aussagen deuten die Geschichte und das Leben der Menschen oftmals in wunderbaren, erregenden Bildern. ... Amokows Skulpturen und Reliefs wirken über ihre reiche ornamentale Rhythmik. Lebenszusammenhänge, Werden und Entwicklung werden in phantasievollen Bildern widergespiegelt. Auch Eigenschaften und Haltungen, die die Menschen in ganz bestimmten oder elementaren Situationen einnehmen, bilden ein Motiv. ... Eine konkrete künstlerische Idee steht immer im Zusammenhang mit weit zurückliegenden moralischen Wertvorstellungen.“ schrieb Wally Poltiniak 1980 anlässlich einer Ausstellung in Potsdam über Amokows künstlerisches Werk.

Neben dem militärischen Dienst hat W. B. Amokow ab 1978 mit Zirkel für Holzschnitzkunst im Haus der DSF Potsdam gearbeitet und war mit aktiven Zirkelmitgliedern freundschaftlich verbunden. So entstand u. a. 1979 zum „Jahr des Kindes“ für den Kindergarten in Brück das handgeschnitzte Basrelief "Drei Freunde".

Wladimir Boristowitsch Amokow wurde 1944 in Nukuty, Burjatische Republik, geboren. Burjatien liegt in Ostsibirien, südlich und östlich des Baikalsees mit der Hauptstadt Ulan-Ude. Nach Schulbesuch und Abschluss an einer medizinischen Fachschule absolvierte Amokow von 1971 bis 1976 ein militärmedizinisches Studium in Gorki, wonach die Tätigkeit als Arzt begann.

Ab 1968 entstanden die ersten Arbeiten in Holz. Auf die erste Ausstellung in Gorki 1970 folgten Ausstellungen in Tiblissi, Jerewan, Donetzk, Rostow am Don, Ulan-Ude. Er erhielt verschiedene Auszeichnungen u.a. 1977 als Laureat des Allunionsfestivals des künstlerischen Volksschaffens der UdSSR und 1978 die Auszeichnung „Meisterkönner“ des Zentralkomitees BDKSM.

In der DDR wurden seine Arbeiten u. a. in Wünsdorf, Annaberg, Berlin und Dresden sowie als Einzelausstellungen im Haus der DSF Potsdam und im Kulturhaus „Hans Marchwitza“ in Potsdam präsentiert. 1981 drehte die DEFA die Dokumentation „Ich verkaufe nicht, ich verschenke“.

Amokow lebt in der Nähe von Moskau.

 
     
 
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