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  Friedensbotschaften aus Beelitz-Heilstätten  
     
 
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  Beelitz Heilstätten - Gesundheitspark Beelitz  
     
 

Die Beelitzer Heilstätten sind die zwischen 1898 und 1930 im Beelitzer Stadtwald errichteten Lungenheilstätten der Landesversicherungsanstalt Berlin. Die vorrangig für die Behandlung der Arbeiterschaft der Großstadt Berlin errichteten, für ihre Zeit mustergültigen Heilstätten vermitteln noch heute mit welchem sozialen Engagement und hohem medizinischen Aufwand gegen die Tuberkulose als die verheerende Volkskrankheit zu Ende des 19. Jahrhunderts vorgegangen wurde. Heute befindet sich hier der Gesundheitspark Beelitz mit modernen medizinischen Einrichtungen der Rehabilitation.

Die historische Anlage umfasst rund 200 Hektar Fläche. Etwa 6 km nordwestlich von Beelitz gelegen besteht das Klinikareal aus rund 60 einzelnen Bauwerken, die großen Krankenpavillons und zahlreiche Versorgungseinrichtungen, wie z.B. Küche, Waschküche, Bäckerei, Fleischerei, Gärtnerei sowie dem zentralen Heiz- und Maschinenhaus für die Versorgung mit Strom und Heizwärme. Die Eisenbahnverbindung nach Berlin war für die Standortentscheidung ausschlaggebend. Für die medizinische Vorsorge bot die Lage in einem ausgedehnten Waldgebiet die notwendigen Voraussetzungen: ruhig und windgeschützt in einer rauch- und staubfreien Umgebung. Während zu jener Zeit vergleichbare Lungenheilstätten für circa 150 bis 200 Patienten geplant wurden, war die Beelitzer Anlage mit einer Patientenzahl von rund 1.600 Plätzen die vermutlich größte Einrichtung ihrer Art in Europa.

Mehr als fünfzig Jahre wurden die Heilstätten militärisch genutzt. In den beiden Weltkriegen war das Gelände Rot-Kreuz-Lazarett und Militär-Lungenheilstätte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal von der sowjetischen Armee beschlagnahmt und blieb bis 1994 Sperrgebiet für das zentrale Militärhospital der Westgruppe der sowjetischen Truppen.

Nach der Rückgabe des Geländes an die Landesversicherungsanstalt Berlin wurde der mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Gebäudebestand sowie die gärtnerisch gestalteten Frei- und Parkflächen an eine private Investorengruppe verkauft. Für die Renaissance der Heilstätten war die Sanierung der historischen Bauwerke und ergänzende Neubebauung vorgesehen. Neue Gesundheitseinrichtungen und Krankenhäuser für rund 500 Patienten sowie ein eigenständiger neuer Ortsteil für 2500 bis 3000 Einwohner waren die wesentlichen Ziele der 1996 beginnenden Entwicklung.

Bis heute wurden vor allem die neuen Klinikeinrichtungen des Gesundheitsparks geschaffen, teils in den sanierten historischen Gebäuden, teils in zusätzlichen Neubauten. Neurologische Rehabilitation, Parkinson-Therapie, Rehabilitation für Kinder und Jugendliche sowie Altenpflege sind heutige Schwerpunkte des Gesundheitsbereiches. Einzelne kleinere Bauwerke der Heilstätten wurden durch private Eigentümer rekonstruiert und zum Wohnen neu genutzt. Mit der Sanierung des historischen Heizhauses wurde begonnen. Die noch vorhandenen technischen Einrichtungen des Kessel- und Maschinenhauses wurden denkmalgerecht aufgearbeitet und stehen heute interessierten Besuchern für eine Besichtigung zur Verfügung.

 
     
 
  Eine Zusammenfassung zu "Beelitz-Heilstätten - Zur Geschichte des Gesundheitspark Beelitz" können sie hier in PDF - Format herunterladen. Die Größe der Datei beträgt: 30 KB
 
     
 

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