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Wohl keine technische Entwicklung der Neuzeit blieb ein Vierteljahrhundert so hinter Militärzäunen und Bunkern verborgen wie die Anfänge der zivilen Weltraumfahrt. Die
Weltraumbegeisterung der frühen 20er Jahre im Deutschland des 20. Jahrhunderts katapultierte neben Enthusiasten, Schwärmern und Träumern auch ernsthafte Techniker und Wissenschaftler in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses – so auch den
„Vater“ der Weltraumfahrt Wernher von Braun. Geschickt verstand es die damalige Reichswehr, Wernher von Braun auf ihre Seite zu ziehen und seine Kenntnisse ganz der frühen
Wiederbewaffnung und dem folgenden totalen Vernichtungskrieg zu stellen. Wie zum Trotz gegen das Militär zierte aber
jede Rakete das Logo der
"Frau im Mond"
aus dem gleichnamigen
Film von Fritz Lang.
Der technische Fortschritt, der in Kummersdorf begann und über Peenemünde mit dem Antrieb für die Vergeltungswaffe V 2 zu den Raketenversuchen der Großmächte USA und UdSSR führte, kehrte
mit dem Sputnik von 1957 wieder zu seinen zivilen Anfängen zurück. Die Höhepunkte der zivilen Raumfahrt, die Mondlandungen wie die Raumstationen und Shuttle-Missionen
bleiben aber untrennbar mit der Vernichtungsmaschinerie Nazideutschlands und Tausenden von
Toten in den Produktionsstätten von Mittelbau-Dora
und den Zielgebieten der V 2 in England und Belgien verbunden. |