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Mit dem Ort Rangsdorf verbinden
sich gleich mehrere Friedensbotschaften – aber der Reihe nach:
Am Vorabend des Beginns der
Olympischen Spiele von Berlin 1936 wurde südlich der Ortslage
zwischen Rangsdorfer See und Dresdner Bahn der
Reichssportflughafen Rangsdorf mit einem Land‑ und
Wasserflughafen eröffnet. Hier siedelte sich bereits 1935
auch die
Bücker‑Flugzeugbau GmbH an, die Produktionsstätte für
die weltweit geschätzten Bücker‑Sportflugzeuge.
Das Unternehmen Bücker und sein
Inhaber
Carl Clemens Bücker zeigen, dass es auch in
Nazideutschland möglich war, auf Distanz zum Terrorregime zu
gehen. So hat C.C. Bücker seinen Namen aus der deutschen
Rüstungsproduktion heraushalten können – mit dem Namen Bücker
verbinden sich daher ausnahmslos zivile Produktionen. Dennoch
wurden die Bückerwerke in die Kriegsmaschinerie Hitlers
eingespannt und fertigten in Rangsdorf Teile für andere
Hersteller.
Dies
geschah wie fast überall in Nazideutschland mit Hilfe von
Zwangsarbeitern.
Vor dem Werkstor wurden Baracken errichtet
und eingezäunt. Allerdings ging auch hier das Unternehmen auf
Distanz: So wird berichtet, dass C.C. Bücker sich mit Erfolg
dafür eingesetzt hat, dass es im Rangsdorfer
Zwangsarbeiterlager
bei allen Entbehrungen und Leiden keine
Hinrichtungen gab. Dies bestätigen die
Zeitzeugen*, die jetzt
nach über 60 Jahren in der Ukraine ausfindig gemacht wurden.
Eine Friedensbotschaft
besonderer Art ist mit dem Namen
Claus Schenk Graf von Stauffenberg verbunden. Der
Oberst startete und landete am 20. Juli 1944 zu seinem
Attentat auf Hitler von Rangsdorf aus. |