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  Friedensbotschaften aus Rangsdorf  
     
   
WER
   
                 
  WER:  
     
  Carl Clemens Bücker - die Bücker Flugzeugbau GmbH  
     
  Lebensdaten  
     
  Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg - Chronologie des 20. Juli 1944 in Berlin  
 

07:00


Claus von Stauffenberg verlässt mit seinem Bruder Berthold die Wohnung in Berlin - Wannsee, Tristanstraße 8, und fährt mit ihm über die A115 und A10 zum Fliegerhorst Rangsdorf.
   

08:00

  Flug in das 560 Kilometer entfernte Rastenburg zum Führerhauptquartier zusammen mit seinem Adjutanten Oberleutnant Werner von Haeften. Die Kuriermaschine fliegt wegen Nebels erst gegen 8 Uhr los und landet um 10.15 Uhr in Rastenburg. Vom Flugplatz aus lässt sich Stauffenberg zum etwa 6 km entfernten Nordeingang des Sperrkreises II der "Wolfsschanze" chauffieren.
   
11:00   Im Sperrkreis I. erfährt Stauffenberg, dass die heutige "Lage" (Lagebesprechung) nicht wie üblich um 13:00 Uhr, sondern schon um 12.30 Uhr stattfindet. Grund dafür ist der Besuch des italienischen Führers, des Duce. Er muss auf dem Weg zur Lage feststellen, dass als Besprechungsraum nicht der Betonbunker, sondern das so genannte Teehaus festgelegt wurde.
   
12:15   Stauffenberg entnimmt der Mappe, die Haeften seit der Landung getragen hat, die erste Sprengladung. Am Sprengstoffklumpen befinden sich zwei britische chemisch-mechanische Zündstifte. Diese setzt Stauffenberg mittels einer Zange in Gang.
Bei dieser schwierigen Arbeit werden sie unverhofft gestört. Mit dem Hinweis, zur Lagebesprechung zu kommen, tritt Oberfeldwebel Werner Vogel ins Zimmer. In der Hektik und dem Durcheinander gelingt es dem Attentäter nur eines der mitgebrachten zwei Sprengstoffpakete scharf zu machen. Aus unerfindlichen Gründen denkt Stauffenberg ein Paket würde reichen und nahm das zweite nicht mit in den Lageraum.
   
12:30   Gleich darauf geht Stauffenberg zur "Lagebaracke". Im Besprechungsraum angekommen begrüßt Adolf Hitler den Oberst im Generalstab mit dem üblichen, prüfenden Blick, wortlos. Sie kommen etwas zu spät! Außer Himmler und Göring, die fehlen, ist der übliche Personenkreis anwesend.
       
  12:37   Claus von Stauffenberg tritt an den Kartentisch im Führerhauptquartier heran und stellt sich zwischen General Kortenbach von der Luftwaffe und Oberst Heinz Brand. Er setzt die Aktentasche mit der scharf gemachten Bombe auf dem Boden ab und schiebt sie unter den Tisch, so dass sie etwa 1.30 Meter von Hitler entfernt steht. Jetzt würde die Bombe innerhalb von 5 Minuten automatisch zünden.
   
      925 Gramm Plastik-Sprengstoff für ein neues Deutschland
       
  12:40   Als Vorwand für Stauffenbergs Verlassen des Besprechungsraumes dient ein vorgeschobenes Telefonat. Etwa zehn Minuten vergehen seit Stauffenberg den Zündmechanismus in Gang gesetzt hat.
       
12:42   Stauffenberg spricht erst seit wenigen Augenblicken mit dem General der Nachrichtentruppe, Erich Fellgiebel, da zerreißt eine gewaltige Explosion die Luft.
   
12:44   Stauffenberg wird von Leutnant Erich Kretz mit seinem Adjutanten zur Torwache des Sperrkreises I. begleitet. Aus dem fahrenden Wagen, einem Horch, bekommen sie den folgenden Eindruck:
"Eine dunkle Qualmwolke liegt über der Baracke, Kartenfetzen fliegen durch die Luft." Sie hören auch Stimmen die nach einem Arzt riefen.
 
    Von der Wirkung meint Stauffenberg fälschlicherweise: "Als ob eine 15 cm Granate eingeschlagen hat! Da kann kaum noch jemand am Leben sein." An der Wache wird der Wagen zunächst aufgehalten. Stauffenberg erklärt dem Wachhabenden, dass er dringend zum Flughafen müsse.
       
  13:15   Pünktlich startet die zweimotorige Propellermaschine He-111 vom Flugplatz auf Gut Wilhelmsdorf zum Flug nach Rangsdorf.
       
  13:30   Die Nachrichtensperre ist bereits in Kraft und die Nachricht vom Attentat nach Berlin übermittelt.
       
  16:00   Landung Stauffenbergs auf dem Fliegerhorst Rangsdorf
       
  16:05   Telefongespräch Stauffenbergs mit der Bendlerstraße: Hitler ist tot!
       
  16:35   Eintreffen Stauffenbergs in der Bendlerstraße. Er berichtet vom Attentat, telefoniert mit seinem Vetter, Oberstleutnant Cäsar von Hofacker in Paris: Hitler ist tot!
       
  seit 14:00   Erste Komplikationen treten auf. General Friedrich Olbricht will bereits am frühen Nachmittag den Staatsstreich einleiten, wird aber von General Fritz Fromm zurückgehalten. Fromm telefoniert deshalb sofort mit Keitel im Führerhauptquartier und erhält die Antwort: " Was soll denn los sein? Es ist alles in bester Ordnung." Auf die Frage nach dem Attentat erwidert Keitel: " ....Es hat zwar ein Attentat stattgefunden, es ist aber zum Glück fehlgeschlagen.
Inzwischen laufen schon die ersten Maßnahmen in Wien, Prag, Paris und Kassel an. Später verbreitet das Kriegsministerium unter den auf Berlin marschierenden Truppen den Fehlschlag des Attentats. Dies verfehlt seine Wirkung nicht.
       
  17:00   Seit spätestens einer Viertelstunde wird der grundlegende Staatsstreichsbefehl an die Wehrkreise ausgegeben. Allerdings läuft der gesamte Nachrichtenapparat sehr schwerfällig. Jedes einzelne Fernschreiben muss einzeln abgesetzt werden. Ein Absetzvorgang dauert auf einem Geheimschreiber etwa eine Viertelstunde. Alle zusammen also über drei Stunden.
 
19.13 Der General in Prag, Ferdinand Schaal, spricht mit Stauffenberg, welcher ihm entschieden erklärt: " Der Führer ist tot, ich bin selbst dabei gewesen. Bisheriges und weitere Kommuniqués des Rundfunks sind falsch. Befohlene Maßnahmen gegen den SD (Sicherheitsdienst) sind beschleunigt durchzuführen!"
 
19:55 Stauffenberg ruft den an der Ostfront in Bedrängnis geratenen Abschnitt der Heeresgruppe Nord an und teilt deren Chef mit, dass der Führer tot sei.
 
seit 20:00 Die Truppen sind mittlerweile in der Bendlerstraße angekommen. Eine bewaffnete Offiziersgruppe stürmt zu Olbrichts Räumen vor. Alle im Gang stehenden Offiziere werden in Olbrichts Räume gedrängt. Herber geht auf Olbricht zu und stellt ihm die Frage: " Herr General, sind Sie für oder gegen den Führer?“ Olbricht gibt keine Antwort. In diesem Augenblick kommt Stauffenberg hinzu. Herber und seine Leute halten ihn fest.
 
23:15 Generaloberst Fromm sagt: Ein aus drei Generälen bestehendes Standgericht, hat vier Herren zum Tode verurteilt, nämlich folgende Herren: den Oberst im Generalstab Mertz, General der Infanterie Olbricht, diesen Oberst dessen Namen ich nicht mehr kenne ...(Stauffenberg) und diesen Oberstleutnant (Haeften)." Oberst Claus von Stauffenberg erklärt in wenigen, festen Worten, dass alle als Soldaten und seine Untergebenen gehandelt hätten und er die alleinige Verantwortung trage. Olbricht, Mertz, Haeften und Stauffenberg verlassen das Zimmer und werden sofort abgeführt.
 
00:05 Im dunklen Hof der Bendlerstraße stehen zehn Unteroffiziere und ein Leutnant bereit
- das Exekutionskommando -
Die vier Verurteilten werden von der Treppe nach links gebracht und vor eine Sandaufschüttung gestellt. Grelles Scheinwerferlicht der im Hof stehenden Fahrzeuge zerschneidet die Dunkelheit. Das Kommando ertönt. Stauffenberg ruft noch laut aus:" Es lebe das heilige Deutschland!"
 
00:10 Generalobers Fromm lässt per Fernschreiben die Nachricht von der Erschießung verbreiten. Die Hingerichteten werden von einem Feldwebel auf dem St. Matthäus-Friedhof in Schöneberg verscharrt. Die Leichen werden am nächsten Tag wieder ausgegraben und verbrannt. Ihre Asche wird über die Berliner Rieselfelder verstreut.
 
 
  Eine Zusammenfassung zu "Rangsdorf - Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg" können sie hier in PDF - Format herunterladen. Die Größe der Datei beträgt: 41 KB
 
     
 

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